Wappen der Herren von Rinkerode

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Drei noch bestehende Häuser vor dem Zugang zum Kirchplatz hatten in früheren Zeiten wichtige Funktionen:

St. Pankratius-Kirchplatz 5
Weitkamp 1
Alte Dorfstraße 1

Gaststätte Droste in Rinkerode

Droste, St. Pankratius-Kirchplatz 5

Südlich neben dem Zugang zum Kirchplatz befindet sich das Haus Droste (früher: Westhoff) mit verschieferter Fassade. Hier wurden seit 1811 oder schon früher eine Stellmacherei zur Anfertigung und Reparatur von Wagen und eine Schankwirtschaft betrieben. Im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst verkündete der Amtsdiener Bernhard Stückmann aus einem seitlichen Fenster im Obergeschoss bis in die 1960iger Jahre die jeweiligen Bekanntmachungen.Sie wurden später durch Aushang veröffentlicht.

In dem Haus befand sich von 1919 bis 1957 auch die Post mit Rentenauszahlung und örtlicher Fernsprechvermittlung, bis 1915 ein Krämerladen, seit 1920 auch eine Uhrmacherwerkstatt.


Sparkasse in Rinkerode, ehemals Lackhoff

Lackhoff, Weitkamp 1

Das vornehme neubarocke Backsteinhaus von 1925, in dem nach der Sanierung die Sparkasse Münsterland-Ost untergebracht ist, gehörte der Witwe Elisabeth Bolle, die den Schumacher Heinrich Augustin heiratete. Die Tochter Maria Lackhoff betrieb hier, zunächst mit ihrer Mutter, ein Textil- und Schreibwarengeschäft. Auch als verheiratete Frau wurde sie meist Mia Augustin genannt. Im Hinterhaus hatte der Vater seine Werkstatt. Dank des Erwerbs durch die damalige Sparkasse Ahlen konnte das Haus vor dem geplanten Abriss bewahrt werden und erhielt 1983 als Sparkassenfiliale seine neue Bestimmung.


Haus Dartmann von Rinkerode

Dartmann, Alte Dorfstraße 1

Bauernhäuser wie das Haus Dartmann gab es früher nicht nur als Einzelhöfe, sondern auch in den eng bebauten Ortskernen. Das eingeschossige Backsteinhaus mit Werksteinsockel ist lang. Seine Traufenseite liegt an der Straße.

Kolonialwarenladen Silkenbäumer in Rinkerode
Kolonialwaren Hubert Silkenbäumer um 1965

Hier schauten Hubert Dartmanns Arbeits- und Kutschpferde zu den Fenstern heraus und beobachteten, wer gegenüber bei Silkenbäumer einkaufte. Neben der Landwirtschaft betrieb Familie Dartmann auch eine Brennerei und eine Gastwirtschaft. Diese findet in dem heutigen Restaurant ihre Fortsetzung, das im ehemaligen Wirtschaftsteil des Anwesens eingerichtet wurde.