Wappen der Herren von Rinkerode

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Rinkerode – das war im Frühmittelalter ein Siedlungsgebiet im südlichen Davertwald. Es wurde von zwei Haupthöfen aus gerodet und erschlossen, dem Bispinghof (heute Haus Bisping) sowie dem Pröbstinghof (heute Pfarrzentrum).

Die Davert ist heute noch das größte Laubwaldgebiet des Münsterlandes. Kennzeichnend für die urige Niederung sind ihre Sümpfe, kleinen Moore, Feuchtwiesen, Hecken und großen Eichenwälder. Sie hat in weiten Teilen einen parkartigen Charakter. Das 2228 ha große Naturschutzgebiet ist ein einzigartiger Bestandteil des europäischen Naturerbes NATURA 2000 und genießt als FFH ( Fauna, Flora, Habitat) und Vogel-Schutzgebiet besonderen Schutz. Die Lebensraumtypen der Eichenwälder in der Davert gehören zu den bedeutenden Vorkommen in Deutschland.

Der mächtigste Bewohner von Rinkerode war später der jeweilige Besitzer von Haus Borg, der um 1200 auch Herr von Drensteinfurt war. In wechselnder Namensform hieß Rinkerode zunächst Rinkerrode (um 1170), dann Rinkenrothe (1265), Rynckenroedde (1555), Rinckenrott (1637) und Rinkerodde (1651), um nur einige Beispiele zu nennen. Zur heutigen Schreibweise kam es im 19. Jahrhundert. Vor der Wortendung, die die Waldrodung ausdrückt, stand ursprünglich wohl ein männlicher Vorname Rinke (Rineke, Reineke).

Bis vor wenigen Jahrzehnten war Rinkerode selbständig und gehörte zum Amt Wolbeck im Kreis Münster. Seit 1975 ist Rinkerode mit inzwischen 3800 Einwohnern ein Ortsteil von Drensteinfurt, Kreis Warendorf. Mit seinen Bauerschaften Hemmer, Altendorf und Eickenbeck hat Rinkerode den früheren ländlichen Charakter bewahrt.

Aufgrund guter Verkehrsanbindung durch Bahn und Straßen sowie der Nähe zu Münster (12 km) ist Rinkerode wachsender Wohnort mit vielfältigem Gewerbe. Im Ortskern hat sich das alte Dorfbild in einigen Bauten erhalten und wurde zugleich mit Maß weiter entwickelt.