Wappen der Herren von Rinkerode

Anfang Zurück Vor


Das Pfarrzentrum steht auf geschichtsträchtigem Boden. Hier befand sich ab dem 12. Jahrhundert ein Hof des vom Dompropst geleiteten münsterischen Domkapitels, der Pröbstinghof.

Pfarrzentrum in Rinkerode

Von hier und vom Bispinghof aus, dem späteren Haus Bisping, wurde die Davert urbar gemacht. Rings um den Pröbstinghof entstand Rinkerode.

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Inhaber des Pröbstinghofes dem Domkapitel in Münster abgabenpflichtig. Später wurde der Hof in Teilflächen verkauft. Die Gebäude mit umgebendem Grundstück von 0,75 Hektar erwarb 1896 die gleichnamige Nichte und Haushälterin des damaligen Pastors Kellerweßel, die sie der Kirchengemeinde zur Errichtung eines Krankenhauses stiftete.

Im Krankenhaus übernahmen die Clemensschwestern aus Münster die Krankenpflege. Um langfristig sichere Grundlagen zu schaffen, wurde die Kellerweßelsche Stiftung mit der seit 1628 bestehenden Kerckerinck-Borgschen-Armenhausstiftung vereinigt zur "Von Kerckerinck-Borgschen Krankenhausstiftung zur Heiligen Familie". Am 24.Juli 1906 erteilte Kaiser Wilhelm II als König von Preußen hierzu die Genehmigung.

Luftbild des ehemaligen Krankenhauses in Rinkerode von ca. 1950
Luftbild ehemaliges Krankenhaus (um 1950)
Im Vordergrund: heutiges Pfarrzentrum
links: Agnesstift
hinten: Wirtschaftsgebäude, heute: Altenwohnungen

1975 mußte das Krankenhaus, eine bis dahin selbstverständliche Institution des Dorfes mit dem segensreifen Wirken der Clemensschwestern, die zugleich die häusliche Krankenpflege versahen, geschlossen werden. Wegen seiner geringen Größe hätte das Krankenhaus damals keine weitere Landesförderung erhalten. Begleitet von Diskussionen in der Öffentlichkeit über Fortbestand und künftige Nutzung des Gebäudekomplexes beschlossen Kirchenvorstand und Kuratorium der Krankenhausstiftung den Umbau zum Pfarrzentrum und der Wirtschaftsgebäude zu Altenwohnungen.

Pfarrzentrum in Rinkerode

1979 konnten die sechs Altenwohnungen bezogen werden. 1980 wurde das Pfarrzentrum eingeweiht. Es umfasst einen Veranstaltungsraum, der bis zu 180 Personen aufnehmen kann, ein großes Kaminzimmer für 40 Personen, einen Meditationsraum in der ehemaligen Kapelle sowie darüber zwei Wohnungen und Besprechungsräume.

Pfarrzentrum in Rinkerode

Mitglieder der Pfarrgemeinde gestalteten in der Folgezeit den Umgebungsbereich vollständig um, wobei die durchgehende Wegeverbindung von der Albersloher Straße zum Kindergarten entstand.