Wappen der Herren von Rinkerode

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Nicht nur den Prankratiusbrunnen an der Alten Dorfstraße, auch die "Pröbsting-Stele" hinter dem ehemaligen Pröbstinghof (heute Pfarrzentrum) schuf der Rinkeroder Bildhauer Ernst Schlüter (1931 bis 1998).

Pröbstingstele am Pfarrzentrum in Rinkerode

Er verwirklichte damit eine Anregung der Arbeitsgemeinschaft der Rinkeroder Vereine von 1996, deren Mitglieder ihn tatkräftig unterstützten.

Drei miteinander verbundene Stelen erzählen die Geschichte des Pröbstinghofes (von lat. praepositus, Propst = Vorsteher), der älter ist als die Pfarrkirche, die auf seinem Grund errichtet wurde.

Pröbstingstele am Pfarrzentrum in Rinkerode

Zunächst war der Pröbstinghof etwa 900 Jahre lang ein Wirtschaftshof des münsterschen Drompropstes - symbolisch dargestellt durch den hörigen Bauern.

Es war dann, im 20. Jahrhundert (bis 1975) ein Krankenhaus und Ort der Geburtshilfe sowie der Altenpflege - dargestellt durch zwei pflegende Clemensschwestern (siehe links).

Er wurde schließlich als Pfarrzentrum und Stätte der Begegnung (seit 1980) ein Mittelpunkt des dörflichen Gemeinschaftslebens - dargestellt durch zwei Menschen im Gespräch.

Paula Kellerweßel, Nichte und Haushälterin des gleichnamigen Pastors, hatte den ehemaligen Hof Schulze Pröbsting 1896 von dem Wirt August Schürmann genannt Lohmann gekauft und ihn der Kirchengemeinde zur Umwandlung in ein Krankenhaus übertragen. Zur Gründung des Krankenhauses im Jahr 1906 wurde die Kellerweßelsche Stiftung mit der Kerckerinck-Borgschen-Armenhausstiftung von 1628 vereinigt zur "Von Kerckerick-Borgschen Krankenhausstiftung zur Heiligen Familie". Den Pflegedienst übernahmen die Clemensschwestern aus Münster. Nach Schwester Stella, der bekanntesten hier tätigen Clemensschwestern, ist eine Straße des Ortskern benannt.

Wohnungen am Pröbstinghof (Pfarrzentrum) in Rinkerode

Auf einem neu gebildeten Grundstück der Krankenhausstiftung sowie des Pfarrgartens konnte 2010 das Altenhilfeprojekt "Wohnen am Pröbstinghof" verwirklicht werden - dank der Zusammenarbeit der Stadt Drensteinfurt, Pfarrgemeinde St. Pankratius, Krankenhausstiftung und Alexianer-Brüdergemeinschaft, die Bau und Betrieb der Einrichtung übernahm.


Lageplan für das Wohnen am Pröbstinghof
Lageplan "Wohnen am Pröbstinghof"

Im südöstlichen Gebäude ist Platz für eine Wohngemeinschaft von zwölf pflegebedürftigen Menschen. Im nordwestlichen Gebäude befinden sich zehn Wohnungen des betreuten Wohnens. Die Errichtung eines weiteren Gebäudes ist vorgesehen.