Wappen der Herren von Rinkerode

Anfang Zurück Vor


Als Jost Lohmann 1780 auf dem heutigen Grundstück des Hotels Lohmann seinen landwirtschaftlichen Betrieb einrichtete, gab es die Bahnlinie von Hamm nach Münster nicht. Den elterlichen Hof (heute Wiewer, Bauerschaft Altendorf) hatte Jost nicht übernehmen können.

Lohmann und Strontianitfabrik in Rinkerode um 1890
      Gasthof Lohmann (links) und
      Maschinenhaus der Strontianitfabrik (rechts)
      Zeichnung um 1890

Bald nach 1800 ging der Betrieb an Jodokus Heinrich Lohmann und seine Frau Anna Maria Gudehege über. Die Lage des Hofes am Ortseingang war für die von ihnen eröffnete Gastwirtschaft vorteilhaft. Günstig waren für das Haus auch der Bau der Bahnlinie sowie des Bahnhofs. Um 1935 bewirtschafteten Lohmanns auch im Bahnhof den Wartesaal erster und zweiter Klasse, der zu den Zugabfahrtzeiten öffnete.

Bäuerliche und Lohmann in Rinkerode Anfang 20. Jahrhundert 1890
Bäuerliche und Lohmann (Anfang 20. Jahrhundert)

Seit Gründung der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Rinkerode befand sich im Haus Lohmann bis etwa 1950 das Büro der "Bäuerlichen". Eine Zeit lang war Heinrich Lohmann hier Büroleiter. Vor dem Haus war die Waage der Genossenschaft, im Hof stand eine Viehwaage. Verkauftes Vieh wurde nach dem Wiegen am Bahnhof in Waggons verladen.

Außer der Gastwirtschaft und einigen Zimmern bot Lohmann auch eine Pferdeversicherung an und handelte mit Kohlen.

Bis etwa 1978 verfügte das Haus über den einzigen Saal in Rinkerode. Hier fanden Tanzveranstaltungen und Kinovorführungen, Theaterspiel und legendäre Reiterfeste statt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das in Münster ausgebombte Versorgungsamt in Lohmanns Saal untergebracht.

Lohmann in Rinkerode

Das Hauptgebäude aus dem 19. Jahrhundert wurde vielfach erneuert und erweitert.

Es wird heute als "Land-gut-Hotel" betrieben und ist überregional beliebt.

Inzwischen hat Bernadette Lohmann das Hotel mit Restaurant und Cafe von ihren Eltern Heinrich und Irene Schürmann, genannt Lohmann, in sechster Generation übernommen.


Bäuerliche in Rinkerode Ende 20. Jahrhundert 1890
Bäuerliche (Ende 20. Jahrhundert)

Die genannte Bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft Rinkerode war 1901 gegründet worden. In den frühen Jahren wurde sie von Theo Wöstmann (Vorstand) und Heinrich Rehbaum (Aufsichtsrat) geleitet.

Nach der Neugründung 1948 wuchs die "Bäuerliche" in erweiterte Geschäftsfelder hinein und präsentiert sich nach der Fusion mit Ascheberg und Ottmarsbocholt (1999) in Rinkerode auch mit dem Raiffeisenmarkt "Alles für Haus, Tier und Garten".

Bäuerliche in Rinkerode im Jahr 2015