Wappen der Herren von Rinkerode

Anfang Zurück Vor


Vor Haus Heidhorn, einem ehemaligen Schulzenhof der Amelsbürener Bauerschaft Sudhoff, überquert die Nordgrenze von Rinkerode die B 54. Heute gehört Haus Heidhorn zu Münster. Sein Grundstück erstreckt sich auch auf Drensteinfurter Gebiet.

Das mittelalterlich anmutende Torhaus mit Schlussstein von 1703 wurde von dem Ehepaar Joseph Hötte jun. und Emilie Hötte geb. Primavesi mit neugotischen Stilelementen erbaut (1904). Der Gutsherr war Pelzhändler in Münster. Er besaß ein repräsentatives Haus am Domplatz, Ecke Michaelisplatz, aber schätzte Gut Heidhorn zwischen Davert und Hoher Ward als ruhigen Sommersitz. Auf dem Hof, den er mit den erforderlichen Gebäuden ausstattete, betrieb er Landwirtschaft. Von Höttes Anwesen sind in Teilen die spätmittelalterliche Gräfte, ein Speicher von 1667, Scheune, Remise und zwei barocke Torpfeiler auf der Ostseite der B 54 erhalten.

Zeichnung von Haus Heidhorn um 1800
      Haus Heidhorn
      Zeichnung um 1900

Joseph Hötte hatte Haus Heidhorn von Joseph Hötte sen. geerbt, seinem Onkel, der es 1844 erworben hatte. 1905 überließ der Eigentümer sein Gut Heidhorn den Schwestern von der Göttlichen Vorsehung, die hier ein Erholungsheim für ihre Mitschwestern einrichteten. Das heutige Wohn- und Pflegeheim wird von der Alexianer GmbH betrieben. Auf dem Gelände befinden sich auch eine NABU-Naturschutzstation sowie eine Geschäftsstelle des NABU Münsterland e.V.

Haus Heidhorn

Emilie Hötte verstarb 1911, ihr Ehemann Joseph 1919. Beide wurden in der hinter dem Torhaus gelegenen Kapelle bestattet.

Diese wurde, da sie den Anforderungen einer auf die Seniorinnen des Hauses ausgerichteten Seelsorge nicht mehr genügte, 1964 abgebrochen und durch die heutige ersetzt. Joseph und Emilie Hötte wurden in die neue Kapelle umgebettet.

Die Eheleute Hötte waren durch ihre Spenden und Stiftungen in Münster bekannt. Auch die Mariensäule nahe der Ludgerikirche in Münster hatte Joseph Hötte gestiftet. Zur Erinnerung an ihn benannte die Stadt Münster eine der Gassen zwischen Ludgeri- und Königsstraße als Hötteweg.

Etwa 200 Meter südlich liegt auf der Ostseite der Straße das vor 1895 von Joseph Hötte erbaute ehemalige Forsthaus Heidhorn. Hier wirkten als Förster seit 1895 Wilhelm Himmelmann aus Lippramsdorf und von 1944 bis 1972 sein Sohn Hermann Himmelmann.