Führung an historischen Orten - Haus Borg
Anlässlich der Führungen an historischen Orten zum 1175 jährigen Stadtjubiläum Drensteinfurt, haben am Sonntag den 26.04.26 Renate Heitmann und Bernhard Stückmann im Rahmen ihrer Führung auf Haus Borg Geschichte und Geschichten zum Haus Borg einer großen Anzahl Interessierter vorgestellt.
Im Nachgang hat mir Renate einen Text aus ihrem Fundus zur Historie Rinkerode zur Verfügung gestellt, den ich hier gerne teilen möchte.
Die Besiedlung des Ortes Rinkerode begann um 900 im südlichen Davertwald ausgehend vom Bispinghof (heute Haus Bisping) und vom Pröbstinghof ( heute Pfarrzentrum ) durch die Urbarmachung der Davert. 1170 wurde der Ort Rinkerode als "Rinkerodde" urkundlich erwähnt. Später wurde der Pröbstinghof in Teilflächen verkauft. Die Nichte des damaligen Pastors Kellerweßel erwarb 1896 die Gebäude mit umgebendem Grundstück und stiftete ein Krankenhaus. 1975 musste das Krankenhaus wegen seiner geringen Größe geschlossen werden und es wurde zu einem Pfarrzentrum umgebaut.
Die Davert ist heute noch das größte Laubwaldgebiet des Münsterlandes. Das 2228 ha große Naturschutzgebiet ist ein einzigartiger Bestandteil des europäischen Naturerbes NATURA 2000 und genießt als FFH - Gebiet besonderen Schutz.
Der mächtigste Bewohner von Rinkerode war später der jeweilige Besitzer von Haus Borg. Als erster bekannter Inhaber der vermutlich im 12. Jahrhundert angelegten " Borg" erscheint Gerwin von Rinkerode. 1466 kam Haus Borg in den Besitz der Familie Kerckerinck aus Münster. 1978 kaufte Erich Dreier aus Dortmund die Besitztümer.
Rinkerode, das jetzt ca. 3800 Einwohner hat, war bis 1975 selbstständig, bevor es der Stadt Drensteinfurt eingemeindet wurde. Es gehörte dem Kreis Münster an, während es jetzt zum Kreis
Warendorf gehört. Zum Dorf gehören 3 Bauerschaften: Altendorf, Hemmer und Eickenbeck. Zwei
kleine Gewässer fließen durch Rinkerode, der Hemmerbach und der Flaggenbach. Der Hemmerbach mündet nördlich der Reithalle in den Flaggenbach und der Flaggenbach am Haus Sunger in Albersloh in die Werse, die am Haus Welpendorf und am Haus Göttendorf vorbeifließt.
Im Jahr 2000 wurde Rinkerode Golddorf auf Landesebene. " Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft". Zahlreiche Kunstwerke verschönern das Dorf.
Die Bronzeskulptur "Zwiegespräch" von Jürgen Ebert aus Bocholt, die Bildsäule " Alle unter einem Hut" des Rinkeroder Künstlers Ernst Schlüter, die Marmorskulptur " Zuneigung des Rinkeroder Künstlers Ralf Heimann, das Reiherpaar am Brockamp von E. Schlüter, die Skulptur des hl. Franz von Assisi in einer alten Grotte auf der Grünanlage des Pfarrzentrums, die Cäcilienstatue von E. Schlüter durch den MGV am Amselweg, die Pröbstingsäulen aus Sandstein von E. Schlüter an der Rückseite des Pfarrzentrums, die Bronzeskulptur " Schulfreundschaft" von
E. Schlüter am Schulplatz, Platz der Landwirtschaft mit Bronzetafeln von E. Schlüter jun. der Pankratiusbrunnen mit Geschichtsstele von E. Schlüter und die Bronzefiguren "Fritz und Friederike mit Spatzen vor der Apotheke Jostes.

