Herbstwanderung 2026
Trotz stürmischen und regnerischen Wetters sind knapp 40 Interessierte der Einladung des Heimatvereins Rinkerode zur Herbstwanderung am Sonntag, den 25.10.2026, gefolgt. Das Ziel der Wanderung war diesmal der Hof Stehmann in Altendorf. Vom Treffpunkt am Backhaus in Rinkerode aus ging es unter Führung von Ludger Buxtrup zur Bundesstraße, dann in die Davert. Anregende Gespräche mit neuen, alten oder lange nicht gesehenen Rinkerodern ließen die wohlvertrauten Wege neu erscheinen. In der frischen Luft mangelte es nicht an Gesprächsthemen: von Damwild bis zur traditionellen Butterherstellung, von bald schließenden Betrieben im Dorf (zum großen Bedauern aller) bis zu den Sorgen der lokalen Vereine, dass zu wenige „junge Leute“ nachkommen.
Als die Wandergruppe Richtung Altendorf abbog, sorgte die Erzählung von Bernhard Stückmann, dem Ortsvorsteher von Rinkerode, für allgemeine Aufheiterung: Den soeben passierten Weg würden nicht alle kennen. Er werde von den alteingesessenen Rinkerodern „Spräkeldörn“ genannt (was auf Platt für „kleine Ästchen“ und „Dörner“ steht) und hatte manchen Dorfjugendlichen als Versteck vor der Polizei gedient und sie damit vor Strafe wegen Alkoholmissbrauchs bewahrt.
Auf dem Hof Stehmann empfing die Wandertruppe Theo Schemmelmann, der Vorsitzende des Heimatvereins, zusammen mit der Familie Stehmann und dem Team des Heimatvereins, das für die Verpflegung der Wandernden sorgte. In der Tenne, geschützt vor Wind und Regen, konnten alle in geselliger Runde die Gastfreundschaft der Familie Stehmann und des Heimatvereins bei Erfrischungsgetränken und Reibeplätzchen mit Apfelmus dankbar genießen. Zwischendurch erfuhren alle, dass auf dem Hof Stehmann auch die Wurzeln von Theo Schemmelmann zu finden sind, dessen Oma von diesem Hof kommt.
Nach weiteren Gesprächen im Sitzen oder Stehen und bevor das Wetter sich von seiner wie angekündigt ruppigen Seite zeigte, trat man den Rückweg an. Ein paar kleinere Regenschauer und Windböen später war die Wandergesellschaft nach insgesamt etwa zehn Kilometern zurück in Rinkerode – froh, das Dorf Rinkerode wieder etwas besser zu kennen, eine gesellige Runde erlebt zu haben, etwas für die eigene Beweglichkeit getan zu haben und dabei von Petrus ziemlich verschont geblieben zu sein.

